Der Wortgottesdienst zum Josefstag steht auch hier oder im Downloadbereich zum Download zur Verfügung.

Einführung:

Hände reichen-Brücken bauen. Das Motto des diesjährigen Joseftages will uns daran erinnern, dass wir nur in gemeinsamen Taten den Frieden in Europa erhalten können. Es gibt schon viele Brücken in Europa, die einzelne Menschen gehen. Wir erleben aber auch, dass es Stürme des Nationalismus und des Egoismus mit Zerstörungswucht gibt, die versuchen die Pfeiler unserer Brücken zu zerstören. Diese Stunde des Gebetes und der Gemeinschaft erhalte unsere Brücken zu Gott und untereinander.

Gebet:

Gott, wir danken dir, dass du in Jesus Christus eine Brücke zu uns geschlagen hast. Er ist die Liebe, die Verbindung schafft. Lass uns alles aufgeben, was uns von dir und untereinander trennt. Gib uns Mut, Brücken in Europa von Mensch zu Mensch, zu bauen. Gib uns die Kraft immer wieder der unsichtbaren Liebe zu vertrauen, die in dir gegründet ist. Darum bitten wir dich durch Christus unseren Bruder und den Heiligen Geist, der in unserem Herzen wohne, heute und zu allen Zeiten. Amen

Evangelium: LK 6,27-35

Geschichte von den Dörfern Irgendwo und Nahebei

Es waren einmal zwei Städte „Irgendwo“ und „Nahebei“. In beiden Städten herrschte ein gesundes Leben und war viel Betrieb. Ein reißender Strom trennte die beiden Städte. Mitten in diesem Fluss stand eine mächtige Brücke mit kräftigen Pfeilern. Über die Brücke begegneten sich die Menschen der beiden Städte. Man trieb Handel und viele Freundschaften entstanden zwischen den Städten. Sie waren, wie man so sagst: „Ein Herz und eine Seele.“ Eines Tages riss ein sehr kräftiges Hochwasser den tragenden Pfeiler fort. Die Brücke fiel ein. Die Verbindung wurde jetzt schwierig. Zunächst versuchte man es mit Booten und Fähren. Diese nutzen mit der Zeit aber immer weniger Menschen. Viele hatten keine Möglichkeit hinüberzukommen. Langsam wurde man sich fremd und eines Tages geschah es, dass durch einen nichtgewollten Steinwurf eines Jungen ein großer Krieg ausbrach. Niemand kam auf die Idee Pfeiler von sich aus in den Fluss zu setzen. Die Frage nach dem Nutzen und des Willens zerstörten diese Gedanken. Nach einem langen Krieg kam eines Tages ein Fremder, ein Flüchtling der in beiden Städten zum Frieden und von Versöhnung sprach. Er bot sich sogar an, ohne eigenen Nutzen davon eine neue Brücke zu bauen. Die Menschen schüttelten nur den Kopf. Er aber machte sich ans Werk und bekam Hilfe von einigen Jugendlichen aus beiden Städten. Eines Tages stand die Brücke da. Zuerst nahmen die Menschen noch Waffen mit. Sie merkten jedoch, dass sie zu schwer für die Brücke waren, denn die Pfeiler waren aus lebendigen Menschen. Jugendliche aus beiden Städten erklärten sich bereit selbst die Pfeiler zu sein. Sie sagten zu den anderen, werft die Waffen weg, sonst können wir die Brücke nicht halten. Alle warfen die Waffen weg und trafen sich auf der Brücke. Nach dieser ersten Begegnung wurde schnell klar, dass eine stabile Brücke gebaut werden musste. Bei der Einweihung der neuen Brücke bekam sie einen Namen. Man nannte sie „Liebe“.

Impuls zur Ansprache:

Im Evangelium hörten wir von Jesus den folgenden Gedanken: „Doch ihr sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, wo ihr nichts zurück erhoffen könnt.“ Dieser Satz ist für uns ein Ansporn und eine Schwierigkeit zugleich. In einer Welt, wo jede und jeder nach seinem eigenen Nutzen fragt ist es schwer diese Brücke der Selbstlosigkeit und Liebe zu bauen. Es ist aber für uns ein Ansporn dies immer wieder zu versuchen und neu anzufangen. Es ist besser Hände zu reichen und Brücken zu bauen, als Feindschaft zu säen und nur sich selbst zu sehen. Ich wünsche uns, dass wir in Europa es schaffen untereinander und zur ganzen Welt Brücken zu bauen. Es lohnt sich. Wagen wir es. „Solidarität first!“

Fürbitten:

Gott, du schenkst uns den Frieden, den die Welt nicht geben kann. Wir bitten dich:

  • Wir beten für die Jugend in Europa: Mache sie bereit, durch gute Worte Brücken der Freundschaft in Europa zu bauen.
  • Wir beten für alle Menschen, die Verantwortung für Menschen übernommen haben. Gib ihnen den Mut ihre Aufgabe mit deinen Augen anzugehen. Schenke ihnen Kraft Brücken zu bauen und nicht zu zerstören.
  • Wir beten für alle Menschen, die eine Starthilfe in ihr Leben brauchen. Hilf ihnen ihr Leben in die Hand zu nehmen und die Hilfen die ihnen angeboten wird zu nutzen.
  • Wir beten für alle Verstorbenen der letzten beiden Weltkriege. Nimm sie auf in dein Reich des Friedens. Gott, wir danken dir für deine Brücken zu uns, jetzt und in Ewigkeit. Amen
  • Schlussgebet:

Gott, wir haben im Gottesdienst mit dir und untereinander unsere Verbindung gefeiert. Wir danken dir, dass du uns in Jesus die Brücke der Liebe und des Friedens geschenkt hast. Lass uns nach seinem Beispiel Brückenbauer werden und Wege zu den Menschen in Europa suchen. Gib uns dazu den Mut und die Kraft durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen

Liedvorschläge:

Gotteslob: 430 Von guten Mächten… Gotteslob: 219 Mache dich auf… Gotteslob: 351 Komm Schöpfer Geist… Gotteslob: 383 Ich lobe meinen Gott… Gotteslob: 451 Komm, Herr, segne uns… Unsere Hoffnung bezwingt die schwarze Angst… Meine Zeit steht in Gottes Händen… Wir machen uns auf den Weg… Wagt euch zu den Ufern… Ihr seid der Heimat Gesicht… Wo beginnt der Weg zu dir… Weg aus der Dunkelheit… Möge die Straße uns zusammenführen… Gottes Macht erhalte dich…

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