Der Josefstag ist ein bundesweiter, dezentraler Aktionstag, der auf die wichtige Arbeit in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, insbesondere der Jugendberufshilfe, in katholischer Trägerschaft aufmerksam macht. Am Josefstag präsentieren diese Einrichtungen ihre Arbeit in der Öffentlichkeit. Verantwortungsträger aus der katholischen Kirche und gegebenenfalls auch aus der Politik sind eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der Lage in den Einrichtungen der Jugendsozialarbeit zu machen.


Inhaltlich beschäftigt sich der Josefstag mit den Lebens- und Zukunftsperspektiven benachteiligter Jugendlicher. Dazu steht jeder Josefstag unter einem bestimmten Schwerpunktthema, zu dem die Jugendlichen und MitarbeiterInnen in den Einrichtungen und die Jugendverbände arbeiten.

Der Josefstag fördert neue und stärkt bestehende Netzwerke. Aus diesem Grund nehmen jedes Jahr bundesweit viele Einrichtungen und Verbände an diesem Aktionstag teil.

 

Ziele des Josefstag:

Der Josefstag möchte als Grundanliegen die Verantwortung von Kirche und Gesellschaft deutlich machen, die gegenüber jedem Jugendlichen, der auf seinem Lebensweg Unterstützung und Hilfestellung benötigt, gegeben ist. Dies zeigt sich in seinen Zielen und Aufgaben.

Der Josefstag hebt die Bedeutung der Jugendsozialarbeit zur Erfüllung des diakonischen Auftrags der Kirche hervor. Die fachliche und strukturelle Verankerung der Jugendsozialarbeit in kirchliche Strukturen, Verbänden und Einrichtungen bietet die Voraussetzung dafür, dass die Kirche die bereits beschriebene Anwaltsfunktion wahrnehmen kann. Es soll spürbar werden, dass die katholischen Einrichtungen der Jugendsozialarbeit ihre Arbeit aus einer christlichen Werthaltung heraus mit einem hohen Maß an Engagement leisten.

Die Arbeit der Einrichtungen wird durch die Aktivierung von Netzwerken gestärkt. Schließlich beinhaltet die Grundidee des Josefstages, dass kommunale und regionale Vernetzungstreffen entstehen, in denen Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, gemeindliche Gruppen, Verbände und andere Organisationen in den Bistümern miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsame Projekte initiieren. Inhaltlich knüpft der Josefstag damit an die Notwendigkeit der lebensweltlichen und sozialräumlichen Orientierung von Jugendberufshilfe, Jugendsozialarbeit und kirchlicher Jugendarbeit an. Mit der Kooperation der Träger zum Josefstag und der Initiierung und Intensivierung kirchlicher Netzwerke vor Ort kann ein Impuls zur Öffnung kirchlicher Jugendarbeit in den Sozialraum gegeben werden. Alle Gemeinden sind dabei in der Verantwortung die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen ernst zu nehmen.

Der Josefstag bietet Einrichtungen der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft eine Plattform, sich und ihre Arbeit darzustellen. Auf diese Weise wird mit Nachdruck auf die Situation benachteiligter Jugendlicher und die Bedeutung kirchlichen Engagements in der Jugendsozialarbeit hingewiesen sowie die Leistungsfähigkeit der Jugendsozialarbeit angemessen dargestellt. Durch die öffentliche Darstellung der Einrichtungen werden für Außenstehende Wege geebnet, sich mit der Lebensrealität von Jugendlichen auseinanderzusetzen.

Ziel des Josefstages ist zudem die Öffentlichkeitsarbeit, denn das Anliegen junger Menschen in den Einrichtungen und Diensten der katholischen Jugendsozialarbeit muss durch öffentlichkeitswirksame Aktionen in Kirche und Gesellschaft unterstützt werden. Daraus folgt, dass die Etablierung des Josefstages als öffentlichkeitswirksame Aktion unabdingbar ist. Erst durch das Erreichen einer großen Öffentlichkeit findet die Arbeit in den Einrichtungen der Jugendberufshilfe die notwendige Anerkennung. Mit dem dezentralen und bundesweit zentralen Schritt in die Öffentlichkeit will der Aktionstag für Problemfelder sensibilisieren und Aufmerksamkeit für ein gesellschaftliches Randthema schaffen, das durch die Lobby des Josefstages in das richtige Licht gerückt wird und die Bedeutsamkeit der Arbeit mit den Jugendlichen herausstellt.

 

Träger des Josefstages:

Um auf die Situation benachteiligter Jugendlicher und die Bedeutung kirchlichen Engagements in der Jugendsozialarbeit mit Nachdruck hinzuweisen, haben sich der „arbeit für alle e.V.“ (afa) als bundesweite Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) , die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. und die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) zusammen geschlossen.

Gemeinsam realisieren die Träger den Josefstag als bundesweiten, dezentralen Aktionstag. Damit entsprechen sie dem Wunsch aus verschiedenen Bereichen der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft, den Josefstag als einen festen Termin im Jahreskalender der Jugendsozialarbeit zu verstetigen.

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