Josefstag 2018: Methoden zur Arbeit mit Jugendlichen

Zum Thema Leben 4.0 und der Digitalisierung gibt es einige Webseiten, die methodische Vorschläge und Hilfen bündeln. Hier sei zuerst genannt: 
http://bit.do/handbuch
Hier sind gute Vorschläge zum kreativen, digitalen Gestalten mit Jugendlichen, die sich für den Josefstag nutzen lassen. 

Unter folgendem Link: http://digitalelebenswelten.bdkj.de/
hat der BDKJ einen Blog eingerichtet, der sich mit relevanten Themen zur Digitalisierung befasst. 

Um mit Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit das Thema Digitalisierung zu behandeln, eignet sich das Gemeinsame Sozialwort von BDKJ und aej unter dem Titel: „…damit die Welt zusammenhält“ sehr gut. 
Dieses Sozialwort kann unter www.sozialwort.de abgerufen werden, hier gibt es auch die Übersetzung der Forderungen in einfache Sprache. 

Zum Thema Digitale Lebenswelten, hier die Forderungen in einfacher Sprache als Auszug: 
 
 Auszug als PDF
 
DIGITALE WELTEN
Die Möglichkeit ins Internet zu gehen, ist heute sehr wichtig. Das soll für jeden möglich sein, auch wenn man nicht genug Geld hat. Deswegen soll der Staat dafür sorgen, dass es überall freies
WLAN gibt.

Etwas, was uns noch sehr wichtig ist, heißt Netzneutralität.
Netzneutralität bedeutet:
Manchmal benutzt man mehrere Internetseiten gleichzeitig. Zum Beispiel guckt man einen Film und schreibt eine Nachricht über „WhatsApp“.
Einige Internetseiten zahlen viel Geld an die Firma von der wir unser Internet bekommen. Die Internetseite, die Geld bezahlt hat, funktioniert dann besser als die Seite, die nicht bezahlt hat.
Das ist nicht gerecht.
Es gibt nämlich Firmen, die zu klein sind und sich das nicht leisten
können.
Das wollen wir nicht mehr,
 
Im Internet gibt es viele Internetseiten, die nicht gut sind für Kinder und Jugendliche.
Auf solchen Internetseiten wird zum Beispiel gezeigt, wie jemand stirbt oder geschlagen wird.
Es muss aber mehr Internetseiten geben, die gut sind für Kinder und Jugendliche.
Gleichzeitig müssen sie vor schlechten Internetseiten geschützt werden.
 
Das Internet soll frei sein.
Wenn Du nicht möchtest, dass jemand im Internet weiß, wer Du bist, darf er es auch nicht wissen.
Das nennt man Anonymität.
Du sollst selber entscheiden, wer wissen darf, wer Du bist und was Du im Internet machst.
Deswegen ist es aber auch einfach, Straftaten im Internet zu machen.
Also müssen trotzt der Anonymität Straftaten besser verfolgt werden.

Schüler müssen lernen, wie sie mit Medien umgehen und wie sie sich im Internet verhalten.
Aber auch Lehrer müssen das wissen und immer wieder etwas über Medien lernen.
 
 
DIGITALE MEDIEN ALS INSTRUMENT ZUR BETEILIGUNG UND MEINUNGSBILDUNG
Das, was ein Künstler herstellt, wird Werk genannt.
Ein Werk kann sein:
→ Ein Buch
→ Ein Bild
→ Ein Lied

Diese Werke sind auch manchmal im Internet.
Aber auch, wenn die Werke im Internet sind, muss der Künstler dafür bezahlt werden.
Zum Beispiel, wenn sich jemand sein Lied anhört.

Das darf aber nicht zu streng sein.
Manchmal nehmen Menschen kleine Teile aus anderen Werken und machen ein neues Werk. Bis jetzt bekommen sie dadurch Probleme.
Das wollen wir aber nicht mehr, da dadurch viele schöne und neue Werke entstehen können.

Grundrechte müssen auch im Internet eingehalten werden. Wenn jemand eine Person im Internet schlecht macht, muss er bestraft werden.
 
Viele Artikel in der Zeitung werden von Journalisten geschrieben. Solche Artikel gibt es auch im Internet. In den Artikeln steht dann, was in Deutschland oder auf der ganzen Welt passiert.
Es gibt aber auch Menschen, die keine Journalisten sind und Artikel im Internet schreiben. Manchmal erzählen die Artikel dann nicht die Wahrheit.
Man soll die Arbeit der Journalisten schätzen und zwischen guten und schlechten Artikeln unterscheiden.
(Auszug Sozialwort)
 
 
Aus der Arbeitshilfe zum gemeinsamen Sozialwort hier auch Methoden zu den Digitalen Lebenswelten:
 
Auzug als PDF
 
Themenwelt: Digitale Welten
Ziel: Jugendliche verstehen, welche Arten von Nachrichten es gibt
Gruppengröße: Variabel
Alter: Jugendliche
Ort: überall umsetzbar
Dauer: 3-4 Stunden
Material: Laptop, Tablet, Smartphone, Tageszeitungen und evtl. TV
 
Bilde dir deine Meinung!

Zum Einstieg in die Einheit wird die Tagesschau in 100 Sekunden angeschaut. Diese gibt kurz und

knapp einen guten Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage. Auch könnt ihr euch darüber austau-
schen, wer welche Medien nutzt: Wer hat noch eine Tageszeitung zu Hause? Bei wem laufen um 20.15

Uhr die Nachrichten? Wer bekommt Push-Mitteilungen aufs Handy? Oder nutzt jemand den Whats-
App-Dienst eines Nachrichten-Portals?

Eine aktuelle Topmeldung wird rausgesucht und in Kleingruppen verschiedene Medien abgescannt und
die Unterschiede festgestellt. Dafür werden Tageszeitungen, Online-Auftritte (z.B. lokale Angebote,
öffentlich-rechtliche, Nachrichtenportale,...), Facebook-Seiten, usw. besucht bzw. angeschaut. Auch
lohnt es sich, die Nachrichtensendung eines Radiosenders dazu zu hören. Oft gibt es die News sowohl

als Textumsetzung, aber auch in einer Audio-Datei. Schaut euch doch auch einmal an, was Medien-
häuser z.B. auf Twitter, Snapchat, Instagram und WhatsApp machen.

Hinweis: Um die Umsetzung in Tageszeitungen anzuschauen, kann es kein tagesaktuelles Thema sein,
sondern muss vom Vortag handeln!
Tipps:
• Jede Kleingruppe nimmt sich ein spezifisches Medium vor (Tageszeitung, Online, TV, Radio, Social
Media).
• Vergleicht gerade bei Fernsehen und Radio private und öffentlich-rechtliche Sender. Es lohnt sich
z.B. auch, beim Deutschlandfunk oder Deutschlandradio reinzuhören.
Anschließend präsentiert jede Kleingruppe ihre Ergebnisse und gemeinsam werden Unterschiede bei
der Berichterstattung auf verschiedenen Medien erkannt.
Schaut Euch nun gemeinsam die Berichterstattung an, die speziell für eine junge Zielgruppe gemacht
ist. Greifen z.B. YouTuber LeFloyd, Angebote wie Zett und Funk diese aktuellen Themen auf und
wenn ja, wie werden sie umgesetzt?
Im zweiten Teil der Einheit (der gut auch in einer zweiten Gruppenstunde passieren kann), geht es
darum, dass die Jugendlichen selbst einen Beitrag verfassen. Überlegt gemeinsam, was prinzipiell in

einen journalistischen Beitrag reingehört. Stichworte sind: die W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wo? Wa-
rum?), Quellen (Verlässlichkeit der Quellen, zwei Quellen-Prinzip), Betroffene haben die Möglichkeit

Digitale Welten
Jugendliche verstehen, welche Arten von Nachrichten es gibt
Variabel
Jugendliche
überall umsetzbar
3-4 Stunden
Laptop, Tablet, Smartphone, Tageszeitungen und evtl. TV

zur Stellungnahme, Trennung von Nachricht und Kommentar. Auch solltet ihr darauf eingehen, dass
offen kommuniziert werden muss, für wen der Beitrag entsteht und Rechte berücksichtigt werden
müssen (Stichworte: Recht am eigenen Bild, Urheberrecht).

In Kleingruppen können nun Texte, Fotos, Videos und Radiobeiträge entstehen – je nach Möglich-
keiten, Lust und Laune könnt ihr das entsprechend umsetzen. Es bietet sich an, dass Thema der

Nachricht, das ihr analysiert habt, aufzugreifen. Natürlich könnt ihr euch aber auch selbst ein Thema
setzen.
Zum Abschluss werden die Beiträge angeschaut und reflektiert, wie diese geworden sind und wo es
Schwierigkeiten bei der Erstellung gab.
Exkurs – Folgendes könnt ihr außerdem aufgreifen:
- Besucht eine Redaktion! Oft gibt es die Möglichkeit, eine lokale Redaktion zu besuchen oder
Programme wie „Zeitungsflirt“. Bei letzterem kommen Redakteure in Schulklassen und arbeiten mit

diesen. GGf. lässt sich hier aber auch etwas für die Gruppenstunde arrangieren. Bei manchen Zei-
tungsdruckereien, TV- und Radiosendern gibt es die Möglichkeit zu Rundgängen.

- HateSpeech: Wie gehen Medien mit Angriffen im Netz um?
Ziel: Die Jugendlichen verstehen, welche Arten von (Nachrichten-)Medien es gibt und warum auf den
unterschiedlichen Kanälen verschieden berichtet wird. Im zweiten Teil wird selbst etwas entwickelt,

um festzustellen, wie Nachrichten entstehen. Dabei wird auf die Machbarkeit, Rechte etc. eingegan-
gen.

Altersgruppe: Jugendliche
Gruppengröße: Variabel. Bei vielen Jugendlichen werden diese in Kleingruppen aufgeteilt. Jede
Gruppe sollte von einer Gruppenleiterin/einem Gruppenleiter begleitet werden.
Vorbereitungszeit: etwa eine Stunde, um selbst die Nachrichtenlage zu prüfen
Dauer: 3 – 4 Stunden (kann auch auf mehrere Gruppenstunden aufgeteilt werden)

Hinweis: Bei Videos oder „Radionachrichten“ (Podcasts/Sprachnachrichten) kann man viel Zeit ein-
setzen, einzelne Clips zu schneiden. Empfehlenswert ist, beim Drehen möglichst kürzere Clips aufzu-
nehmen, die an sich bereits fertig sind und nur aneinander gereiht werden müssen.

Ort/Setting: überall umsetzbar
Materialien: Laptop oder Tablet, Smartphone, Tageszeitungen und evtl. TV.
 
Themenwelt: Digitale Welten
Ziel: Erlernen digitaler Meinungsverbreitung
Gruppengröße: 5-10
Alter: Jugendliche und junge Erwachsene
Ort: überall umsetzbar
Dauer: 1 Tag oder mehrere Gruppenstunden
Material: Laptop oder Tablet, Smartphone, optimaler Weise WLAN
 
Digitale Stolpersteine

Zu aktuellen gesellschaftlichen, sozialen und gruppenspezifischen Themen werden verschiedene
Meinungen in der Gruppe gesammelt. Dabei können die Forderungen im Sozialwort zur digitalen Welt
beispielsweise näher betrachtet werden. Gemeinsam in der Gruppe wird überlegt, wie man in kurzen
Beiträgen das jeweilige Thema darstellen kann, um zum Nachdenken, Weiterdenken und Umdenken
anzuregen. Wichtig ist, dass der Einstieg in das Thema kurz und prägnant ist.

Die Umsetzung erfolgt auf digitalen Plattformen: Habt ihr eine Facebook-Seite, auf der ihr beispiels-
weise eine Woche lang jeden Tag einen Stolperstein gestaltet? Lassen sich die Positionen in 140 Zei-
chen auf Twitter packen? Oder gar in Bildern, um diese auf Instagram zu posten? Vielleicht aber lässt

sich auch eine Geschichte erzählen – etwa als Instagram-Story oder als Snapchat-Beitrag? Habt ihr
eine WhatsApp-Gruppe, in der täglich zum Start in den Tag ein digitaler Stolperstein zum Nachdenken
anregt?
Die Umsetzung kann vielfältig passieren. Damit ihr wisst, wie der Stolperstein für jede Plattform

spezifisch aufbereitet werden kann, solltet ihr euch die sozialen Netzwerke mal genauer anschau-
en. Sicherlich nutzt ihr viele dieser Angebote im Alltag. Überlegt gemeinsam, was euch besonders

anspricht. Sind es lange oder kurze Texte auf Facebook? Welche Bilder sind es auf Instagram? Braucht
es Emojiis auf WhatsApp? Wie viel Spielerei darf es auf Snapchat sein?
Erst wenn ihr euch bewusst seid, wie das Benutzerverhalten auf den verschiedenen Plattformen ist,
geht es an die Umsetzung des jeweiligen Themas in dem sozialen Netzwerk, das ihr euch ausgesucht

habt. Wenn ihr eine größere Gruppe seid, kann es spannend sein, zu sehen, wie verschiedene Klein-
gruppen ein Thema auf den unterschiedlichen Kanälen umsetzt.

Beispiel:
http://2015.medienundbildung.com/weitere-projekte/luview/stolpersteine-app/stolpersteine/
Digitale Welten
Erlernen digitaler Meinungsverbreitung
5-10
Jugendliche und junge Erwachsene
überall umsetzbar
1 Tag oder mehrere Gruppenstunden
Laptop oder Tablet, Smartphone, optimaler Weise WLAN

Für alle:
Spiele zur Auflockerung zwischendurch – aus der Handreichung „Smart surfen, sicher online gehen“

des rdp (https://www.vcp.de/fileadmin/dokumente_vcp/arbeitshilfen/pdf/Smart-Surfen_Internetsi-
cherheit-Handreichung.pdf)

Flüsterpost

Jede Teilnehmerin oder jeder Teilnehmer bekommt einen Zettel. Alle sitzen im Kreis. Die erste Per-
son flüstert der Nachbarin oder dem Nachbarn ein Wort ins Ohr, die oder

der dann ein Bild von dem Gehörten malt und an die dritte Person weitergibt. Die dritte Person
flüstert der nächsten Person ins Ohr, was sie auf dem Zettel gemalt sieht. So geht es reihum immer
im Wechsel zwischen Wörtern und Bildern. Ist die Nachricht noch die gleiche, wenn sie einmal die
Runde gemacht hat und bei der ersten Person ankommt? Beginne mit einfachen Gegenständen oder
Wortgruppen und wähle dann komplexere Nachrichten – je nach Altersgruppe. Du kannst auch geheim
eine Person auswählen und sie bitten, ein Wort in der Nachricht zu ändern. Wer findet heraus, wer
die Nachricht geändert hat?
Anschließende Diskussion: Wie können sich Nachrichten online
ändern? Wenn du Informationen online postest, wie viel Kontrolle hast du dann noch darüber?
Nachrichten (ab-) fangen

Jedes Kind, jede Jugendliche oder jeder Jugendliche schreibt auf einen Zettel zwei oder drei Fak-
ten zu einer ausgedachten Person. Alle Zettel kommen in einen Behälter. Teile die Gruppe in zwei

Teams und stelle den Behälter mit den Zetteln an den Startpunkt und einen leeren Behälter ans Ziel.
Start und Ziel sollten soweit wie möglich voneinander entfernt liegen. Es kann drinnen oder draußen

gespielt werden. Team A versammelt sich am Startpunkt und Team B verteilt sich auf dem gesam-
ten Spielfeld. Bei »Los!« nimmt jede Person aus Team A einen Zettel und versucht ihn in den leeren

Behälter zu bekommen, ohne vorher abgefangen zu werden. Wird ein Mitglied aus Team A gefangen,
erhält Team B den Zettel mit dem Fakt. Das Spiel geht so lange mit allen Spielerinnen und Spielern
weiter, bis alle Fakten entweder im Behälter am Ziel sind oder von Team B abgefangen wurden. Wenn
das Spiel vorüber ist, hören alle zu, was Team B über die ausgedachte Person in Erfahrung bringen
konnte.
Diskussion: Wie wäre es, wenn du die imaginäre Person wärst und diese Fakten Informationen wären,
die jede und jeder online sehen könnte? Wie würdest du dich dabei fühlen? Was denkst du, könnten
Kriminelle im Internet mit diesen Informationen anstellen?
Die perfekte Nachricht – kurz oder lang?
Gib jeder Person drei Begriffe vor, die in eine Geschichte verpackt werden sollen. Die Hälfte der

Gruppe soll eine beliebig lange Geschichte erfinden. Die andere Hälfte der Gruppe darf nur 140 Zei-
chen benutzen, um eine Geschichte zu schreiben. Lies die Geschichten vor. Welche Gruppe fand es

einfacher, eine gute Geschichte zu verfassen und alle wichtigen Inhalte darin unterzubringen?

Diskussion: Mit kurzen Postings in sozialen Netzwerken kann es schwer sein, eine Nachricht zu ver-
mitteln. Welche Arten von Nachrichten funktionieren deiner Meinung nach gut in sozialen Netzwer-
ken? Gibt es andere Nachrichten, die man vielleicht besser auf andere Art und Weise mitteilen sollte?
 
(Methoden Digitales)

 

Meinungsbarometer1

Schlagwort

Vorurteil, Stereotype, Wahrnehmung

Gruppengröße

4-99 Personen

Alter

ab 14 Jahre

Ort

Überall

Dauer

15-30 Minuten

Material

evtl. Kreide

Ziel

Vorurteile/Stereotype erkennen

 

Diese Methode könnt ihr sowohl draußen als auch drinnen durchführen. Wenn ihr raus geht, nehmt euch Straßenkreide mit und malt eine Skala eines Barometers auf den Asphalt. Wenn ihr die Übung in einem Gruppenraum macht, ist die Längsseite des Raumes eure Skala. An dem einen Ende eures Meinungsbarometers steht „Nein“, an dem anderen Ende „Ja“. Nun werden die Aussagen vorgelesen, zu denen sich alle innerhalb der Skala positionieren sollen. Kann die Aussage klar bejaht oder verneint werden, stellt ihr euch an die jeweiligen Enden. Ihr könnt die ganze Bandbreite des Barometers nutzen, um euren Standpunkt zu verdeutlichen.

Aussagen:

  • Frauen denken anders als Männer.

  • In Bayern wird mehr Bier getrunken als in anderen Bundesländern.

  • Im Islam hat die Frau nichts zu sagen.

  • Homosexualität ist eine natürliche Veranlagung.

  • In Sachsen wohnen fast nur Nazis.

  • Zigeuner sind kriminell oder gehen betteln.

  • Deutsche sind spießig und lieben es, sich zu beschweren.

Reflexion:

  • Handelt es sich bei euren Antworten um ein Urteil oder um ein Vorurteil?

  • Welche Kenntnisse und Erkenntnisse haben euch warum zu welcher Antwort bewogen?

  • Wie sicher seid ihr euch in eurem Wissen über die jeweiligen Antworten?

  • Oder beruht eure Positionierung auf dem Meinungsbarometer eher einem unklaren Vorurteil?

 

 

,,So sind sie die…“2<

Schlagwort

Vorurteil, Stereotype, Wahrnehmung

Gruppengröße

4-20 Personen

Alter

ab 13 Jahre

Ort

Überall

Dauer

15-30 Minuten

Material

Test für alle Teilnehmenden ausdrucken

Ziel

Vorurteile/Stereotype erkennen

Kreuzt an, welche Eigenschaften eurer Meinung nach am meisten auf die jeweilige Nation zutreffen. Anschließend wird darüber diskutiert.

  • Was habt ihr während des Ausfüllens gedacht?

  • Wie erklärt ihr diese Vorurteile in eurem Denken?

  • Wie entstehen Vorurteile?

  • Wie stark sind diese Vorurteile in eurem Umfeld verankert?

Deutschen

Spanier

Türken

Polen

Marokkaner

fleißig

 

 

 

 

 

faul

 

 

 

 

 

laut

 

 

 

 

 

ernst

 

 

 

 

 

herzlich

 

 

 

 

 

kriminell

 

 

 

 

 

kinderlieb

 

 

 

 

 

sehr religiös

 

 

 

 

 

 

 

Zivilcourage3

Schlagwort

Vorurteil, Diskriminierung, Zivilcourage

Gruppengröße

6-21 Personen

Alter

ab 14 Jahre

Ort

Gruppenraum

Dauer

60-90 Minuten

Material

Plakate, Stifte

Methode

Handlungsstrategien erarbeiten, die eigene Haltung bekräftigen

Teilt die Gruppe in drei Kleingruppen auf. Jede Kleingruppe diskutiert über eine der drei Fragen und erarbeitet Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

 

1. Wie reagiert ihr, wenn ihr mitbekommt, dass im Bus jemand beleidigt oder lautstark über einen Mitfahrer/in mit dunkler Hautfarbe gelästert wird. Hier ist bespielwiese ein Rollenspiel möglich..

2. Wie geht ihr auf Geflüchtete zu? Welche Möglichkeiten gibt es, um Berührungsängste abzubauen? Habt ihr selber schon einmal Scheu gehabt, auf fremde Menschen zuzugehen? Was hilft in solchen Situationen?

3. Was könnt ihr als Gruppe konkret vor Ort für die Integration von Geflüchteten tun? - Sammelt Möglichkeiten, wie ihr aktiv werdet.

 

Begrüßungsrituale4

Schlagwort

Interkulturalität, Begegnung

Gruppengröße

6-20 Personen

Alter

ab 6 Jahre

Ort

Überall

Dauer

15-30 Minuten

Material

Begrüßungsrituale auf Kärtchen

Ziel

Vielfalt entdecken, Sensibilität für andere Kulturen entwickeln

 Stellt euch folgende Situation vor: Soeben auf dem Flughafen eines fremden Landes eingetroffen, versucht jede bzw. jeder von euch ihre bzw. seinen Gastgeber/-in zu finden. Da es sich um eine multikulturelle Gesellschaft handelt, sind die Begrüßungssitten teilweise recht unterschiedlich. Ihr habt jedoch rechtzeitig von eurer Reiseagentur die entsprechende Zeremonie (auf einem Anweisungskärtchen) bekommen. Jetzt gilt es, sich zu finden und das funktioniert am besten, wenn man jede/n begrüßt. Es darf nicht gesprochen werden!
Anstöße zur Reflexion:

  • Wie habt ihr euch gefühlt?

  • Welche Begrüßungsformeln waren (un-)angenehm? Warum?

  • Gab es Begrüßungen, die anders (als Feindseligkeit/Annäherungsversuch…) verstanden wurden?

  • Welche Strategie hat sich jede/r zurechtgelegt, um sich möglichst „unbeschadet“ durchzufinden?

  • Was tun bei unterschiedlichen Bräuchen? Welche Regel soll gelten? Wer hat sich wem in welchem Maße „anzupassen“?

  • Wobei kam es zu Problemen?

  • Was gibt es zu beachten, wenn unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen?

 

Deutschland

 

Hände schütteln

 

Türkischer Handkuss

 

Die Hand des Anderen wird an die Lippen und dann an die Stirn geführt

 

Lateinamerika

 

Handschlag, Umarmung, Wangenkuss, wieder Hände schüt- teln und auf die Schulter klopfen

 

Indien

 

Hände aneinander legen, vor den

Kopf führen und leicht verbeugen

 

Inuit in Kanada und Grönland

 

Nasen aneinander reiben

 

Nigeria

 

Beide Hände fassen, dann ruckar- tig zurückziehen

 

Japan

 

In Hocke gehen, Hände auf Knie

legen und verbeugen

 

Syrien

 

Leicht verbeugen, dabei die Hand aufs Herz legen

 

Maori in Neuseeland

 

Köpfe aneinander legen, tief

atmen

 

Hawaii

 

Die geschlossene rechte Faust heben, aber Daumen und kleinen Finger abspreizen

 

 

Kulturbeutel5

Schlagwort

Kultur, Tradition, Werte

Gruppengröße

ab 4 Personen

Alter

ab 8 Jahre

Ort

Gruppenraum

Dauer

60 Minuten

Material

(Kultur)beutel oder Schachteln/Karton

Ziel

Die eigene Kultur betrachten, Empathie wecken

Stellt euch vor, ihr müsstet euer Land verlassen.“
Überlegt euch zu dieser Ausgangssituation, was euer bisheriges Leben ausmacht. Welche Traditionen, Werte, Erfahrungen oder Gegenstände würdet ihr in ein fremdes Land mitnehmen wollen? Dann packt jede/jeder für sich seinen eigenen Kulturbeutel mit Dingen, die ihr/ihm wichtig sind. Die Begriffe könnt ihr aufschreiben und/oder ihr legt persönliche Gegenstände in den Kulturbeutel.
Im Anschluss werden eure Kulturbeutel im Plenum präsentiert.

  • Wie wichtig ist euch euer Kulturbeutel?

  • Was würde sich verändern, wenn ihr längere Zeit im Ausland seid?

  • Was würdet ihr in jedem Fall aus eurem Kulturbeutel behalten?

  • Was könnte neu hinzukommen?

 

Steckbrief Buntes Land

Schlagwort

Biografie, Vielfalt

Gruppengröße

ab zwei Personen

Alter

ab 8 Jahre

Ort

Gruppenraum

Dauer

25-60 Minuten

Material

Steckbrief, Stifte, Weltkarte, Stecknadeln, bunte Fäden

Ziel

die eigene Wahrnehmung reflektieren, Begegnung ermöglichen

Füllt den Steckbrief auf der folgenden Seite aus.
Danach könnt ihr die Steckbriefe in der Gruppe präsentieren und die Ergebnisse/Länder/Orte auf einer Weltkarte einzeichnen. Die verschiedenen Orte werden dann mit bunten Fäden verbunden.
So wird deutlich, wie viele Berührungspunkte ihr in eurem Alltag mit ganz unterschiedlichen Orten und Nationalitäten habt.

Reflexion:

  • Was ist euch während des Ausfüllens des Steckbriefes bzw. während der Präsentation der Steckbriefe aufgefallen?

  • Hat euch etwas überrascht?

  • Wie viel Vielfalt steckt in dir/deinen Freunden?

 

 

Vier-Ecken-Spiel6

Schlagwort

Flucht, Asyl, Stammtischparolen

Gruppengröße

4 - … Personen

Alter

ab 13 Jahre

Ort

Gruppenraum

Dauer

60-90 Minuten

Material

-

Ziel

Sachwissen erarbeiten, Gegenargumente für Stammtischparolen finden, eigene Wahrnehmung reflektieren

Die Leitung liest eine Frage vor. Den vier Antwortmöglichkeiten wird jeweils eine Ecke im Raum zugeordnet. Dann positioniert ihr Spielerinnen und Spieler euch nach eurer Einschätzung in den jeweiligen Ecken. Danach löst die Leitung die Frage auf und stellt Hintergrundinformationen zur Verfügung.

 Die Fragen:

 

1. Wie viele Menschen befinden sich derzeit weltweit auf der Flucht?

a. 500 000 Menschen

b. 1 Million Menschen

c. 5 Millionen Menschen

d. 60 Millionen Menschen

Antwort d: Weltweit sind knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Hälfte der Geflüchteten sind Kinder. Seit dem Zweiten Weltkrieg flohen noch nie so viele Menschen wie bisher. Nur ein sehr kleiner Teil davon erreicht Europa und nur wenige Deutschland. Die Geflüchteten, die zu uns kommen, wurden in ihrer Heimat wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität oder politischen Überzeugung verfolgt. Terror und Krieg bedrohte ihr Leben. Es gibt auch Menschen, die aus großer materieller Not und Hoffnungslosigkeit zu uns kommen.
(Quelle: „Mit Kirche und Caritas Flüchtlingen und Asylbewerbern helfen“, Hrsg. Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V.)

 

2. Wie viele Asylanträge wurden 2015 beantragt?

a. ca. 50.000

b. ca. 150.000

c. ca. 400.000

d. ca. 1 Million

Antwort b: Im letzten Jahr haben 442.000 Menschen in Deutschland Asyl beantragt (Erstantrag), im Vorjahr waren es 202.834 Personen.
(Quelle: Pro Asyl)

 

3. Wie viel Geld hat ein Flüchtling pro Monat für Nahrungsmittel und Gesundheitspflege zur Verfügung?

a. 75 Euro

b. 160 Euro

c. 230 Euro

d. 360 Euro

Antwort b: 156,22 Euro. Zusätzlich erhält eine alleinstehende Asylbewerberin, ein alleinstehender Asylbewerber momentan 140 Euro Taschengeld als soziokulturelles Existenzminimum für notwendige Ausgaben wie Verkehrsmittel, Telefon, Porto und Schreibmittel. Für Bekleidung stehen monatlich 32,98 Euro zur Verfügung.
(Quelle: „Mit Kirche und Caritas Flüchtlingen und Asylbewerbern helfen“, Hrsg. Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V.)

 

4. Welches Land beherbergt die meisten Geflüchteten?

a. Pakistan

b. USA

c. Türkei

d. Deutschland

Antwort c: Die Türkei nahm 2015 etwa 2,5 Millionen Geflüchtete auf, gefolgt von Pakistan mit 1,51 Millionen und vom Libanon mit 1,07 Millionen Geflüchteten. 86Prozent der Geflüchteten werden von Entwicklungsländern aufgenommen.
(Quelle: Statista)

 

5. In welchem Land liegt das größte Flüchtlingslager der Welt?

a. Jordanien

b. Kenia

c. Äthiopien

d. Deutschland

Antwort b: Das größte Flüchtlingslager liegt in Kenia. Es heißt Dadaab und beherbergt etwa eine halbe Million somalische Geflüchtete. 86Prozent der Geflüchteten weltweit leben in Entwicklungsländern.
(Quelle: Uno Flüchtlingshilfe)

 

6. Was versteht man unter der Residenzpflicht?

a. Die Pflicht, während der Anwesenheit in Deutschland ein öffentliches Amt mit verbundenem Amtssitz zu übernehmen.

b. Das Versprechen des deutschen Staates, Geflüchtete nur in Schlössern oder Burgen unterzubringen, sogenannten Residenzschlössern.

c. Die Asylbewerber verpflichten sich, sich kulturell zu engagieren - z. B. an sogenannten Residenztheatern.

d. Die Pflicht, sich als Asylbewerberin oder Asylbewerber nur innerhalb eines geografischen Bereichs aufzuhalten.

Antwort d: Die sogenannte "Residenzpflicht" schreibt Geflüchteten vor, dass sie ein bestimmtes Gebiet nicht ohne eine Sondergenehmigung verlassen dürfen - in manchen Fällen sind das die Grenzen eines Bundeslandes, manchmal nur die eines Regierungsbezirks.
(Quelle: Pro Asyl)

 

7. Was versteht man unter Duldung?

a. Duldung ist umgangssprachlich der Begriff für die Dauer eines Asylverfahrens und die damit verbundene Geduld, die Asylbewerber bis zum Erlangen eines Bescheids aufbringen müssen.

b. Duldung beschreibt die Tatsache, dass trotz negativem Asylbescheid betroffene Personen ihre gesetzlich verpflichtende Ausreise nicht antreten können und weiterhin in Deutschland bleiben.

c. Duldung beschreibt aus Sicht der Asylbewerberinnen und Asylbewerber die gängige Praxis und das damit verbundene Arrangieren, unterschiedliche Nationalitäten und Religionen auf engem Raum in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen.

Antwort b: Ausreise oder Abschiebung sind nicht immer möglich. Dafür gibt es viele Gründe, zum Beispiel Reiseunfähigkeit durch Krankheit, ein fehlender Pass oder eine fehlende Verkehrsverbindung in ein vom Krieg zerstörtes Land. So lange, wie die betroffenen Menschen nicht abgeschoben werden können, erhalten sie in Deutschland eine Duldung.
(Quelle: Pro Asyl)

 

 

Fluchtgeschichte7

Schlagwort

Flucht

Gruppengröße

Beliebig

Alter

alle Altersstufen

Ort

Überall

Dauer

30 Minuten

Material

Für jeden Teilnehmenden einen Umschlag mit acht Bildern; Text zum Vorlesen

Ziel

Sich in Geflüchtete hineinversetzen, Fluchtgründe nachvollziehen, Entscheidungen über wertvolle Dinge treffen

Jeder Teilnehmende erhält einen Umschlag. Innerhalb des Umschlags befinden sich acht Zettel auf denen Gegenstände abgebildet sind.

Die Druckvorlage mit den Gegenständen zur Geschichte findet ihr hier:
http://www.fundus-jugendarbeit.de/wp-content/uploads/2015/08/11.9-Fotos-Fluchtgeschichte.pdf

Der Gruppe wird dann folgende Geschichte vorgelesen. Nach jedem Abschnitt müssen alle einen oder mehrere Gegenstände aus ihren Umschlägen abgeben.

Einleitung:

Wer schon einmal verreist oder umgezogen ist, weiß, was da so alles vorbereitet werden muss. Taschen und Koffer werden gepackt. Jeder überlegt, was er mitnehmen möchte. Oft kennt man das Ziel der Reise und freut sich darauf, dorthin zu kommen. Wichtig ist auch noch, dass man nicht alleine unterwegs ist, sondern gemeinsam mit der Familie. Ganz anders erleben dies Menschen, die fliehen. Sie brechen in aller Eile auf, nehmen nur mit, was sie tragen können. Sie kennen nicht den Ort, an dem sie ankommen werden, und oft kann nicht die ganze Familie mitkommen.
Von solch einer Flucht erzählt diese Geschichte.“

1. Teil:

Stell dir vor, du lebst in einem kleinen Dorf in Afrika. Gemeinsam mit deinen Eltern und Geschwistern wohnst Du in einer einfachen Hütte. Jeden Morgen gehst du mit Deinen Freunden in das nächste Dorf zur Schule. Ihr lernt zusammen und in der Pause spielt Ihr Fußball. Nach der Schule hilfst du deiner Mutter. Das Leben der Menschen im Dorf ist einfach, aber alle kennen sich, helfen sich und feiern gerne miteinander. Nur manchmal hörst du, wie die Erwachsenen davon erzählen, dass sie Angst haben. Sie haben von Männern mit Gewehren gehört, die in die Dörfer kommen, die Familien aus ihren Häusern vertreiben und ihnen alles stehlen. In aller Eile müssen die Menschen ihre Sachen packen und fliehen. Ein paar Wochen später wird diese Angst Wirklichkeit: Die Männer kommen mit Gewehren in euer Dorf, alles geht sehr schnell. Nur mit ein paar Gegenständen in der Tasche bringt sich deine Familie in Sicherheit. Packe deinen Umschlag aus und schau dir an, was du in deinem Gepäck hast.“

 2. Teil:

 „Nach einem langen Fußmarsch in der Nacht bist du mit deiner Mutter und deinen Geschwistern sehr früh am Morgen in einer euch fremden Stadt angekommen. Ihr seid hungrig und erschöpft. Ihr folgt den vielen Menschen auf den Straßen und kommt zu einem großen Marktplatz. Hier gibt es Obst, Gemüse, Fisch und vieles mehr. Weil ihr alle Hunger habt, möchtet ihr etwas zu essen kaufen. Das geht aber nur, wenn du zwei Dinge aus deiner Tasche verkaufst. Entscheide dich jetzt, welche zwei Dinge du verkaufen wirst und lege sie zurück in den Umschlag.“

 3. Teil:

 „Von anderen Menschen, die auch fliehen mussten, erfahrt ihr, dass es einen Ort gibt, wo Geflüchtete wie ihr in Sicherheit seid. Gemeinsam beschließt ihr, euch auf den langen Weg dorthin zu machen. Endlich habt ihr den Busbahnhof am Rande der Stadt gefunden. Ein Bus steht schon zur Abfahrt bereit, aber er ist schon bis hoch oben mit Taschen, Säcken, Kisten und Menschen beladen. Damit ihr überhaupt mitfahren könnt, müsst ihr euer Gepäck um zwei Gegenstände verkleinern. Entscheide dich, welche zwei Gegenstände du nicht mitnehmen wirst.“

4. Teil:

 „Ihr seid nun schon einige Stunden mit dem Bus unterwegs. Langsam werdet ihr müde und auch immer durstiger. Alles sieht anders aus als zuhause. Plötzlich gibt es einen lauten Knall. O je, ein Reifen ist geplatzt, und weit und breit ist keine Ortschaft in Sicht. Auch einen Ersatzreifen gibt es nicht. Ihr habt keine andere Wahl, als zu Fuß entlang der Straße weiter zu gehen. Nach einer Stunde seht ihr Kinder, die Eimer auf den Köpfen tragen und alle in eine Richtung gehen. Ihr seid so durstig, dass ihr ihnen folgt und endlich zu einem Brunnen kommt. Damit ihr genug trinken könnt, müsst ihr am Brunnen etwas bezahlen. Statt Geld habt ihr nur die Sachen in eurer Tasche. Entscheide dich, welche zwei Gegenstände du für das Wasser weggeben wirst.“

 5. Teil:

 „Der Weg führt weiter über einfache Straßen bis an die Grenze eures Landes. Ihr wisst nicht, was euch im fremden Land erwarten wird. Ihr sprecht die Landessprache nicht und kennt niemanden. Trotzdem müsst ihr die Grenze überqueren und nach dem Platz suchen, an dem Geflüchtete aufgenommen werden. Nachts schlaft ihr am Straßenrand. Als ihr am nächsten Morgen wach werdet, seid ihr bestohlen worden. Jedem von euch fehlt ein Gegenstand aus der Tasche. Was ist dir gestohlen worden?“

 Abschluss

  • Was habt ihr behalten?

  • Aus welchem Grund habt ihr genau dies behalten?

  • Wie war es für euch, nach und nach eure Sachen abgeben zu müssen?

  • Habt ihr solche Geschichten von Geflüchteten schon öfter gehört?

  • Was denkt ihr von den Geflüchteten, die bis nach Deutschland kommen?

  • Was würde euch dazu bringen, aus Deutschland weg zu gehen?

 

1 In Anlehnung an Klaus-Peter Hufer, „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen – Materialien und Anleitungen für Bildungsarbeit und Selbstlernen“, Wochenschau Verlag (2000)

2 In Anlehnung an Landesjugendring NRW, Interkulturbeutel Ideenfächer „Ideen- und Methodensammlung: Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Öffnung in der Jugendverbandsarbeit“

3 BDKJ Regensburg Arbeitshilfe „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“

4 Methode des BDKJ Köln und des BDKJ Regensburg

5 In Anlehnung an Landesjugendring NRW, Interkulturbeutel Ideenfächer „Ideen- und Methodensammlung: Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Öffnung in der Jugendverbandsarbeit“

6 In Anlehnung an BDKJ Regensburg Arbeitshilfe „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“

7 Praxis 5.0 - Methoden für Tage der Orientierung, Referat Jugendarbeit und Schule, kja Würzburg

 

Alle Methoden gibt es hier nochmal als pdf zum Download:

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